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Online Banking: Seriös aber unspannend?

Online-Riesen sind sexy, aber unzuverlässig. Österreichische Banken sind dagegen vertrauenswürdig, aber langweilig. Ziemlich schlüssig, was die Österreicher laut einer neuen Studie des Marktforschungsinstituts „Integral“ so über Facebook, Amazon & Co. denken. Auch dass seriöses Online-Banking keinen Spaß macht, leuchtet zunächst ein. Aber muss das eigentlich so bleiben?

Die Stärken und Schwächen des Online-Bankings der alten Schule sind ziemlich eindeutig: Was die Seriosität betrifft, schneiden Österreichs Banken deutlich besser ab als internationale Web-Riesen. Nur 6% der Österreicherinnen und Österreicher würden überhaupt in Betracht ziehen, Facebook eine Überweisung anzuvertrauen. Und wer könnte es den übrigen 94% verübeln, dass sie darauf angesichts des berüchtigten Datenhungers des US-amerikanischen Social-Media-Konzerns eher keine Lust haben?

In den Online-Banking-Systemen der österreichischen Banken fühlt man sich dagegen sicher. 81% bezeichnen ihre Bank als vertrauenswürdig. Die überwiegende Mehrzahl der Nutzer ist der Meinung, dass ihre Daten bei ihrer Bank gut aufgehoben sind und ausschließlich sachbezogen verwendet werden. Zum Vergleich: Nur 3% haben Vertrauen zur Weltmarke Facebook. Google sehen ebenfalls nur 3% als vertrauenswürdig/seriös an (nur 1% halten ihre Daten für geschützt dort), Amazon immerhin 11%. Das hat neben den natürlich und berechtigt strengeren Datenschutz-Regeln für Banken auch damit zu tun, dass bei Österreichs Banken Filialen, Namen und Gesichter jenseits des Web vorhanden sind, an die man sich wenden kann. Also eigentlich soweit alles okay für die hiesige Bankenbranche, oder?

Jein. Denn die Studie schürft noch ein wenig tiefer. Fragt man die Österreicher danach, wie schnell sie gewünschte Informationen in ihrem Online-Banking finden, dann sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Da gibt es noch deutliche Reserven, und Amazon oder Google haben daher in puncto Usability die Nase vorn. Bei denen geht die Navigation irgendwie flotter, man findet sich leichter intuitiv zurecht und – das Ganze macht vor allem weitaus mehr Spaß: 39% der Befragten haben z. B. Vergnügen an der Nutzung von Google, nur 15% können dasselbe über ihr Online-Banking behaupten.

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Auch Spaß muss sein

Aber soll, darf, muss Online-Banking überhaupt Spaß machen? Gegenfrage: Wer langweilt sich gern vor unübersichtlichen, grauen Nummernreihen oder quält sich durch endlose Unter-Unter-Menüs, wenn er eine Überweisung tätigen oder sein Geldleben organisieren möchte? Na eben.

Google und Konsorten haben Standards gesetzt, was Personalisierung, Design und Spaß bei der Benutzung ihrer Dienste betrifft. Auch das verdeutlicht die neue Studie: 39% attestieren etwa Amazon ein ansprechendes Design, nur 20% gestehen das auch ihrem Online-Banking zu. Was nichts anderes heißt als: Online-Banking, das nicht bald aussehen will wie von vorgestern, muss sich an höchsten Standards orientieren.

Und genau darum gibt es jetzt George. Mit dem geht nämlich genau das, was die Österreicher laut Studie bei Online-Banking bisher vermisst haben: Einfacheres Suchen und Finden, individuelle Gestaltung, schnellere und bessere Übersicht. All das eingebettet in ein seriöses, kundenzentriertes System, das jederzeit persönlichen Kontakt zu den Mitarbeitern von Erste Bank und Sparkassen ermöglicht.

Ob das alles nur läuft wie geschmiert oder am Ende vielleicht sogar fast so viel Spaß macht wie Social Media? Dazu wird es bestimmt irgendwann eine Studie geben. Ab jetzt kann man es erst einmal selber ausprobieren.

 

Zur Umfrage:
Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Marktforschungsinstitut INTEGRAL für eine Online-Befragung, die repräsentativ für die Gesamtbevölkerung in Österreich ab 16 Jahren ist. In der Zeit von 21.-30.November 2014 wurden 900 Personen rund um das Thema Online-Banking im Vergleich zu etablierten Internetgiganten befragt.

 

Kommentare

3 Comments

  1. Jaimee sagt:

    ah ok, danke

  2. p.schulze sagt:

    Hm, beim Durchlesen des Datenschutz und der Sicherheit fällt mir auf, das jede Menge Daten an andere als Datenkraken bekannte Unternehmen geschickt werden. Frage für mich, was stellt Google oder Usersnap oder Webtrek oder Microsoft mit diesen Daten an. Hier scheinen die Verantwortlichen der Sparkasse ziemlich naiv zu sein.
    Wie wenig verschlüsselt die Daten wirklich sind, erfährt man leider nur über die Presse oder gar nicht.
    Selbst wenn ich bei der Anmeldung der Weitergabe widerspreche kann ich nicht überprüfen, ob dies auch geschieht.
    Daher bleibe ich lieber konservativ bei der Kasse direkt, ggf mit Onlinekonto.
    P Schulze

    1. Dag Erik Zimen Dag Erik Zimen sagt:

      Hier was dazu aus unserem Entwickler-Team:

      http://blog.mygeorge.at/datenschutz/461/

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